Abschaffung der kurzen Wechsel von 9 Stunden

Veränderungen meistern, insbesondere im Arbeitsumfeld, kann eine echte Herausforderung sein. Bei vielen Menschen lösen Veränderungen Stress und Ärger aus. Werden Dinge verändert, die in unseren Augen über Jahrzehnte gut gelaufen sind, führt das bei den meisten zu Unverständnis. Es ist wichtig, die Gründe hinter solchen Veränderungen zu verstehen.

Momentan werden die Mitarbeiter/innen sowie die Gewerkschaften mit solchen Veränderungen konfrontiert.
Dienstpläne, welche eine Ruhezeit von 9 Stunden zwischen 2 Schichten beinhalten, die sogenannten „Galopptour“ werden in nächster Zukunft abgeändert. Viele von uns waren an diesen Arbeitsrhythmus gewohnt und müssen sich jetzt auf Ruhezeiten von 14 Stunden umstellen.

Es ist verständlich, dass längere Ruhezeiten, wie im Fall der neuen 14-Stunden-Pausen zwischen den Schichten, anfangs zu Unmut und Aufregung führen können.

Doch langfristig kann eine solche Anpassung positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter haben. Oftmals sind neue Regelungen darauf ausgelegt, den Arbeitsschutz und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um langfristig die Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern.
Die ITM (Inspection du Travail et des Mines) sowie das Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten verlangen, dass die CFL die bestehenden Dienstpläne an die neuen Begebenheiten anpasst werden. Nach Analysen und langjähriger Erfahrung führt das bestehende System zu mehr Stress, die Konzentration wird beeinträchtigt und die Pläne entsprechen nicht den heutigen Arbeitsbedingungen. Die Einführung von neuen Dienstplänen bedeutet für die meisten eine Umstrukturierung des Privatlebens sowie eine Umstellung im alltäglichen Berufsleben. Aus diesem Grund war uns die Meinung der Mitarbeiter/innen sehr wichtig. Nach der Auswertung unserer Umfragen unter den betroffenen Bediensteten von EI und TM stellten wir fest, dass dem Personal eine Mitsprache bei dem Thema sehr wichtig ist und sie die ursprünglichen Richtlinien der Direktion nicht so einfach hinnehmen wollen. Die Umfragen ergaben, dass einige Berufsgruppen mit der Schichtdauer von jeweils 8 Stunden nicht zufrieden waren und es wurden daher ein Alternativplan ausgearbeitet.

Diese Alternative wurde im „Comité de Suivi réglementation RH“ von den beiden Gewerkschaften präsentiert und sie wurde seitens der Direktion RH unter bestimmten Bedingungen angenommen. Die Direktion RH wird diese Vorschläge anschließend mit den Verantwortlichen der einzelnen Abteilungen analysieren sowie die Vor- und Nachteile prüfen. Anschließend wird kontrolliert, ob man diese Dienstpläne ohne weiteres in den einzelnen Abteilungen einführen könnte oder nicht. Bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung mit dem Syprolux wurden den Teilnehmer/innen die Umfragen präsentiert und sie bekamen Informationen über den gegenwärtigen Stand der Gespräche mit der Personalabteilung.

Studien ergaben, dass langfristig eine solche Anpassung positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat.

Neues Gehälterabkommen für den Staatsdienst

Eine weitere Neuigkeit, die uns in diesem Jahr betrifft, ist das Ergebnis der Verhandlungen über das Gehälterabkommen im öffentlichen Dienst.

Leider stellt das neue Gehälterabkommen den OGBL nur teilweise zufrieden. Doch kommen wir kurz auf den Ablauf der Verhandlungen zurück.

Durch die Presse erfuhr der OGBL, dass am 29. Januar dieses Jahres das Gehälterabkommen für den Öffentlichen Dienst abgeschlossen wurde. Bedauerlicherweise wurden diese Verhandlungen wie bereits in der Vergangenheit ohne die Beteiligung des OGBL zwischen der CGFP und dem Minister für den öffentlichen Dienst, Serge Wilmes, abgeschlossen und dies, obwohl der OGBL in vielen Sektoren (CFL, Staats- und Gemeindearbeiter, Gesundheit und Sozialwesen …) die Mehrheitsgewerkschaft ist und diese Sektoren direkt oder indirekt vom Gehälterabkommen abhängig sind.

Das Gehälterabkommen beinhaltet sehr wenige Punkte, die den CFL-Mitarbeitern/innen zugutekommen und die unteren Laufbahnen geraten wie immer in Vergessenheit.

Was bedeutet dies jetzt konkret für die Bediensteten der CFL:

  • Rückwirkend auf den 1. Januar 2025 wird es eine Punktwerterhöhung von 2 % geben und zum 1. Januar 2026 eine weitere Erhöhung von 0,5 %.
    Der OGBL bedauert, dass die Idee von einer Erhöhung von 5 % auf den ersten 200 Punkten keine Option war. Diesen Vorschlag hätte nicht wesentlich mehr Ausgaben für den Staatshaushalt bedeutet und hätte den unteren Laufbahnen eine deutliche substanzielle Erhöhung gebracht. Allein bei den CFL gehören 2/3 der Mitarbeiter/innen den Laufbahnen I (32 %), A (31 %) und M (4 %) an.
  • Ein weiterer Punkt ist, dass alle Bedienstete, die einen sogenannten „Poste à responsabilité particulière“ besetzten, eine Erhöhung von 7 Punkten rückwirkend auf den 1. Januar 2025 erhalten werden.

Es bleibt zu hoffen, dass alle Punkte des Gehälterabkommen zügig umgesetzt werden, dies nicht nur beim Staat, sondern ebenfalls auf Ebenen der CFL.


Georges Melchers

Président Syndicat Chemins de Fer

OGBL/FNCTTFEL-Landesverband